Erniedrigungen und Einschränkungen im Alltag

Nun mag der ein oder andere Leser ja meinen; ist doch Wurscht, wenn Russland Nadja nicht mal einreisen lässt, kann sie auch nicht ausgewiesen werden. Ist doch egal wenn Putins Russland ihr keinen Pass ausstellt.

So einfach ist es jedoch leider nicht. Vom Kreis Lippe hat Nadja lediglich einen Ausweisersatz bekommen, der auch nur für ein Jahr gültig ist und an die 70 Euro kostet. Da kann man sich ausrechnen wie viel Geld da bisher zusammen gekommen ist.

Dies ist aber das geringste Problem, denn dieser Ausweisersatz wird nicht überall anerkannt. Als die deutschen Zwillingstöchter neben dem Gymnasium noch einen Nebenjob ausüben wollten um sich den Führerschein zusammen zu sparen, mussten diese ein Konto bei der Bank eröffnen.

Dies wollte die Bank nicht machen, da sie den Ausweisersatz von Nadja nicht anerkennen wollte. Erst nach reichlich Theater und der Drohung einen Anwalt einschalten zu wollen und die Öffentlichkeit zu informieren, richtete man den Beiden doch noch ein Konto ein.

Es erübrigt sich weiter auszuführen, dass Kredite oder Leasingverträge für Nadja nahezu ausgeschlossen sind.

Urlaub? Abschiebung droht

Es gibt weitere Einschränkungen, auf die man so erst mal nicht kommt. Wie gerne fährt man am Wochenende mal zum Markt nach Enschede kurz hinter der Holländischen Grenze. Der Ausweisersatz stellt kein Schengenvisum dar. Würden wir kontrolliert werden, könnte Nadja jederzeit ausgewiesen werden.

Gratulation: Eine Behörde arbeitet absolut problemlos mit Nadja

Tatsächlich gibt es zwischen den ganzen Behördenstress auch eine Institution mit der Nadja überhaupt keine Probleme hat: Das Finanzamt. Dort hatte sie innerhalb von Tagen eine Steuer ID. Eine zu spät abgegebene Steuererklärung wird sofort angemahnt. Es gibt auch keine Zweifel an ihrer Identität. Das funktioniert reibungslos.

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